Freitag, 6. Juli 2018

Lesenacht mit Themenabend!



Hallo, Freunde und Verschlinger gezeichneter Fortsetzungsgeschichten aus Fernost! Dass es euch hierher verschlagen hat, bedeutet, dass mal wieder eine Manga-Lesenacht stattfindet, wie immer bei, von und mit Lena bzw. Awkward Dangos.

Eins vorweg: der Schwank aus meinem Leben muss diesmal leider ausfallen, die Einleitung wird sowieso schon zu lang. Und zwar lernt ihr zusammen mit mir ein paar Leute kennen, die das Medium Manga in der einen oder anderen Weise geprägt haben. Ihr denkt an Akira Toriyama? Ich sage euch: denkt weiter. Toriyamas Leistung war beachtlich, aber relativ gesehen gar nicht mal so herausragend, da kamen zufällig ein Mann mit einem Erfolgsrezept und die auflagenstärkste Mangazeitschrift zusammen, das konnte nur klappen. Ihr denkt an Rumiko Takahashi? Ich sage euch: da könnt ihr auch Naoko Takeuchi nennen, diese beiden hatten großen Erfolg, mehr aber auch nicht.

Nein, denkt weiter, denkt größer. Denkt an Leute, die den Stil diktiert, Genres geschaffen und Konventionen über Bord geworfen haben. Osamu Tezuka? Ja, auch der - aber er war nicht allein. Er war außerdem zwar der, der sich am meisten getraut hatte (aber auch nicht wirklich), aber er war bei weitem nicht der erste, der Manga zum Erfolg verholfen hat - einen Manga-Boom gab es schon vor ihm.

Wir beschäftigen uns also mit Zeichnern vor Tezuka, um Tezuka herum und denen, die seine Fußstapfen verließen, um ihr eigenes Ding zu machen. Und den Anfang macht der produktivste seiner Assistenten: Shotaro Ishinomori.

Der Titel "Manga-König" wurde Ishinomori nicht umsonst angedichtet - sage und schreibe 770 Geschichten soll er veröffentlicht haben. Wie viele andere Zeichner sind froh, wenn auch nur eine ihrer Geschichten bis zum Ende gedruckt wird? Dabei bewegte er sich in mehreren Genres, Abenteuer z. B., historische Dramen oder Krimis. Aber am liebsten waren ihm dann doch Helden. Ihm und seinen Lesern. Denn war "Cyborg 009" noch mäßig erfolgreich, wurde "Kamen Rider" praktisch über Nacht zu einem Hit, der nicht nur einen anderen berühmten Zeichner zu einer freizügigen Parodie inspirierte, die mal wieder Lehrer, Eltern und sonstige Moralwächter erzürnte (zu diesem Zeichner kommen wir noch), sondern Toei, dem Film-Powerhouse, als Grundstein für ein ganzes Genre von Unterhaltungssendungen diente: Super Sentai. Genau das Konzept kopierte Haim Saban viele Jahre später und vermarktete es als Power Rangers. Jetzt wisst ihr, wer eigentlich dafür verantworlich ist.

Lesen wir also Ishinomori! Was genau? Seht selbst: