Freitag, 7. September 2018

Mal wieder eine Lesenacht


Hallo, Freunde fernöstlicher Bildergeschichten! Ich glaube, diese Begrüßung hatten wir schon, aber nichtsdestotrotz, willkommen hier auf diesem rein zweckmäßigen Blog! Wenn ihr hier seid, dann findet mal wieder die Manga-Lesenacht von, bei und mit Lena aka. Awkward Dangos statt.

Heute gibt es kein bestimmtes Thema. Go Nagai wäre eigentlich dran gewesen, aber bei der Vorbereitung habe ich gesehen, dass ich schon den Ishinomori-Abend gründlich in den Sand gesetzt habe. Die Intention war, zu zeigen, wie der jeweilige Zeichner (oder die Zeichnerin) das Medium Manga nachhaltig beeinflusst hat, bei Ishinomori habe ich das aber gar nicht angesprochen. Klar, sein Kamen Rider war ein riesiger Einfluss, aber ein Verdienst für das Medium an sich ist das nicht, der liegt in seiner Arbeitsweise, die er sich bei Tezuka abgeschaut und perfektioniert hat. Über 700 Serien, Kurzgeschichten und Einzelbände zeichnen sich nicht mal eben so, so eine Masse an Material erfordert drastische Arbeitsbedingungen und gewissermaßen ein Leben für die Arbeit. Das ist alles auch heute der Fall, auch wenn es heute sehr effiziente Arbeitswerkzeuge gibt, die Computer. An der Ausgangslage ändern aber auch sie nichts: sehr viele Zeichner, vor allem solche, die wöchentlich Kapitel einreichen, arbeiten wie damals Ishinomori: täglich, hart und lange, noch viel länger als Büroangestellte, deren Arbeitstag bekanntlich erst endet, wenn der Chef sie verabschiedet.

Tja, und wenn ich selbst so eine einfache Angelegenheit nicht richtig rüberbringen kann, würde ich dann Go Nagai und seinem Beitrag für das Medium gerecht werden? Vor zwei Wochen hätte ich mir die Frage gar nicht gestellt, heute habe ich beträchtliche Zweifel. Deswegen gibt es jetzt nur noch eine ganz normale Lesenacht ohne bestimmtes Thema, die anderen... "Influencer"... gibt es ein andermal, dann hoffentlich mit einer gründlichen Vorbereitung.

Nun denn, gehen wir ohne Umschweife zur heutigen Lesenacht über. Gelesen wird: