Hallo, Enthusiasten südostasiatischer Bildschriften, und willkommen auf dem Wegwerfblog! Lena von
Awkward Dangos hat diesen Monat gleich zwei Mangaleseaktionen eingeplant und dabei
die Nacht zum Tag gemacht - anders ging es auch nicht, wenn der zweite Termin nicht ausfallen sollte. Mir kommt das aber sogar gelegen, denn so kommt mir keine Real-Life-Aktivität dazwischen und ich kann im Brustton der Überzeugung behaupten: ich bin wieder dabei.
Mittlerweile gehöre auch ich zum Kreis
der Erlauchten der Yona-Leser. Zwar kann ich mich dem Begeisterungssturm nicht wirklich anschließen (aus naheliegenden, aber auch vielleicht nicht ganz naheliegenden Gründen), aber ich mochte das, was ich bisher gelesen habe (3 Bände) dann doch, nicht zuletzt auch deshalb, weil dieser (Fantasy-Abenteuer-) Titel inmitten all der stumpfsinnigen Schulhofromanzen etwas Erfrischendes ist. Im Ernst, Schulhofromanzen sind das Krebsgeschwür von
shoujo, genau wie die ganzen Nurutus und deren Sportvarianten das Krebsgeschwür von
shounen sind. Wie dem auch sei, eine Serie dieser Lauflänge, die mit so viel Inhalt gefüllt werden kann (ja, ich sehe
dich dabei an, "Nah Bei Dir"!), hat schon allein durch diesen Umstand Aufmerksamkeit verdient, die letzte Shoujo-Serie mit solchen Ambitionen ist nämlich schon lange her - oder gab es seit "Fushigi Yuugi" noch was? Das Schneerotchen scheint ja eher
low-key zu sein...
Soll ich noch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern? Ach, ich mach's einfach. Wisst ihr, womit ich Yona nach Band 1 sofort assoziiert habe? Mit einer Romanreihe aus Frankreich, die für euch schätzungsweise zu alt ist, um sie zu kennen:
Angélique. Meine Mutter war ein großer Fan der Bücher und hat mich - ich war da noch ein kleiner Junge - die Filme schauen lassen. Wenn ich mich recht erinnere, hatten sie mich verwirrt - ich mochte die Abenteuergeschichte(n) an sich, das weiß ich noch, das hat mir auch meine Mutter bestätigt, aber die Romantik und die dezente Erotik sind haushoch an mir vorbeigegangen und ich soll angeblich laut gefragt haben, warum diese Frau denn so wichtig sei, dass alle Männer sie wollen. Tja, auch bei Yona hoffe ich, dass ich die Abenteuergeschichte mag und die romantische Komponente einfach ausblenden kann, die ist oft genug einfach nur ein Krampf.
Aber genug der Yona-Kritik, dafür seid ihr nicht hier, und das soll auch nicht Sinn und Zweck dieses Artikels sein. Kommen wir stattdessen lieber zur Leseplanung.
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